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FAQ - Häufige Fragen

Redox-Messung

https://www.imp-deutschland.de/iag/faq_redox.htm ¦ Letzte Änderung: 05.11.2020

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Der Begriff Redox ist eine Abkürzung für das Nebeneinander Reagieren von Reduktion und Oxidation. Unter Oxidation versteht man nicht nur die Aufnahme von Sauerstoff, sondern ganz allgemein die Aufnahme positiver Ladungen oder Abgabe negativer Ladungen. Unter Reduktion versteht man die Umkehrung solcher Vorgänge.

Hierzu benötigt man eine Platinelektrode und ein pH-Meter mit mV-Messbereich. Die Platinelektrode wird wie die pH-Elektrode ins Wasser eingetaucht und das Messergebnis nach einiger Zeit abgelesen.

Die Benennungen Elektrode, Messkette oder Einstabmesskette werden oft synonym verwendet.
Meistens sind Einstabmessketten gemeint, d. h. eine Elektrode kombiniert mit Referenz- bzw. Bezugselektrode, wobei mit Referenz- oder Bezugselektrode auch wieder das Bezugssystem gemeint ist.
Wir verwenden durchgängig den Term Sensor.

Messketten zur Messung elektrochemischer Potentiale bestehen immer aus einer Messelektrode und einer Bezugselektrode. Die Messelektrode gibt die Spannung im Verhältnis zur Konzentration ab. Die Spannung der Bezugselektrode ist hingegen konstant und wird von dem Medium nicht beeinflußt.
Einstabmessketten bilden eine Baueinheit von Glas- und Bezugselektrode. Dabei umgibt die Bezugselektrode die Glaselektrode konzentrisch.

Bezugselektrodensystem:
Bezugselektrodensysteme werden vorwiegend mit einem Silber/Silberchlorid - Bezugssystem ausgerüstet. Bezugssysteme mit flüssigem Elektrolyt sollten immer genügend Flüssigkeit enthalten, ggfs. werden sie mit 3 mol Kaliumchlorid - Lösung nachgefüllt. Bei der Messung sollte die Einfüllöffnung zwecks Druckausgleich freigelegt sein. Die Flüssigkeitssäule im Inneren der Elektrode sollte dabei die Oberfläche der Messlösung um einige Zentimeter überragen, um einen hydrostatischen Überdruck zu erzeugen, der einen ständigen Fluß von KCl - Lösung durch das Diaphragma nach außen in die Messlösung gewährleistet. Dadurch findet eine ständige Selbstreinigung des Diaphragmas statt, außerdem wird verhindert, daß mögliche Elektrodengifte ins Innere der Elektrode diffundieren und das Ableitsystem unbrauchbar machen. Bei Bezugselektroden mit geliertem Bezugselektrolyt ist ein Nachfüllen nicht möglich.
Diaphragmen:
Bezugselektroden stehen über ein Diaphragma mit der Messlösung in Verbindung. Dieses Diaphragma ist porös und flüssigkeitsdurchlässig und besteht in der Regel aus gesintertem Keramik.

Ja
Allerdings nur bis zu einer Temperatur von <60°C.

Ja.

Ein Redox-Sensor kann nicht kalibriert werden. Prüfen Sie aber regelmäßig mit einer Referenzlösung, ob der Sensor noch ordnungsgemäß arbeitet:
Sensor mit dem Regler verbinden. Sensor in eine Redox-Pufferlösung tauchen. Innerhalb von max. 30 Sek. sollte der Wert der Pufferlösung erreicht bzw. überschritten werden. Reagiert der Sensor sehr träge oder wird der Wert der Pufferlösung um mehr als 20 mV unterschritten, muss der Sensor gereinigt werden. Stellt sich auch danach kein Erfolg ein, ist der Sensor zu tauschen.

Bei den Steckverbindungen ist darauf zu achten, daß diese absolut sauber und trocken gehalten werden, da anderenfalls Kriechströme auftreten können, die das Messsignal reduzieren, bzw. ganz zusammenbrechen lassen.

Bei der Abisolierung des Koaxialkabels muss die schwarze, halbleitende Kunststoffschicht vollständig entfernt werden. Die Isolierung zwischen Innenleiter und Abschirmung darf nicht mit den Fingern berührt werden. Weitere Infos und ein Beispiel hier...

Sie benötigen die Redox-Lösung UH=468mV.

Im folgenden Bsp. verwenden wir einen Messwandler mit Ausgang 0-10V; die Ergebnisse für Messwandler mit Ausgang 0-5V, 0-20mA oder 4-20mA sind jeweils in Klammern angegeben.

Eine Redox-Elektrode kann nicht kalibriert werden, daher ist die Steilheit nicht veränderbar. Sie können am Messwandler aber den Nullpunkt verschieben.

Bei Auslieferung ist der Nullpunkt so eingestellt, dass bei gebrücktem Eingang am Ausgang 5V anliegen (2,5V / 10mA / 12mA).

  1. Spülen Sie die Redox-Elektrode gründlich ab.
  2. Tauchen Sie die Elektrode in die Redoxlösung.
  3. Stellen Sie mit der Einstellschraube "Nullpunktverschiebung" den Nullpunkt ein. Am Ausgang liegen dann 6,95V (3,475V / 13,9mA / 15,12mA) an.